Unsere Woche im Slowakischen Cuvac-Camp: Training, Spaß und Minions!

Wie es bei uns schon fast zur Tradition geworden ist, haben wir auch dieses Jahr am Sommertrainingslager teilgenommen, das vom slowakischen Cuvac-Zuchtklub organisiert wird. Dieser Klub blickt auf eine respektable Geschichte bis ins Jahr 1933 zurück und organisiert – ganz im Geiste dieser Tradition – Veranstaltungen, die wirklich einen Sinn haben. Wir sind nun schon seit einiger Zeit dabei und sind sehr dankbar, dass unsere Bobtails unter den Cuvacs so herzlich willkommen sind. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass ein Klub so offen für „Nicht-Mitglieder“ und Besitzer anderer Rassen ist. Zum Glück gibt es hier keinen Platz für Vorurteile; man trifft im Camp sogar auf Berner Sennenhunde oder sogar einen Yorkshire Terrier. Es ist ein erfrischender Kontrast zu anderen Klubs, die nur auf dem Papier zu existieren scheinen und deren Aktivitätsniveau gegen Null geht.

Das Camp ist als eine Woche konzipiert, in der man sich ganz auf seinen Hund konzentriert. Aber eigentlich trainiert man nicht nur den Hund, sondern vor allem sich selbst als Halter – man lernt, mit seinem Partner zu kommunizieren und ihn richtig zu „lesen“. Es ist unglaublich, wie viele Signale unsere Hunde uns geben, wenn ihnen etwas nicht gefällt oder wenn sie etwas wollen, und wir Menschen sind dafür oft völlig blind. Natürlich besteht die Woche nicht nur aus Drill; es geht auch um Spaß, Plaudereien und freundschaftliche Wettbewerbe.

Diese Woche war etwas entspannter und bot mehr Raum zur Erholung, sowohl für die Hunde als auch für uns Menschen. Ich persönlich habe die Zeit für Mittagsschläfchen im „Kindergarten-Stil“ genossen. Unsere Mädels haben das auch begrüßt und waren so bei den Trainingseinheiten immer gut ausgeruht und voller Tatendrang für die nächste Aktion.

Der erste Tag diente dem Kennenlernen. In unserer Gruppe bei der Trainerin Zdenička haben wir über unsere Herausforderungen gesprochen und darüber, wie wir schwierige Situationen besser meistern können. Ich nehme eine wichtige Lektion mit: Wir müssen nicht ständig mit allen drei Mädels gleichzeitig arbeiten. Es einzeln zu machen, dauert zwar dreimal so lange, aber es hilft sehr, unerwünschtes Verhalten abzubauen – zum Beispiel das gegenseitige Anstacheln, wenn alle drei einen vorbeigehenden Hund ankläffen, nur um zu sehen, wer ihn besser erschrecken kann.

Am Nachmittag gab es einen sehr fesselnden Vortrag zum Thema „Hundeausstellungen aus Sicht des Richters“. Wir haben gelernt, dass es Richter gibt, die den Hund als Ganzes wertschätzen und sich nicht als Gegner des Vorführers sehen. Im Gegenteil: Sie sitzen im selben Boot, weil ihnen die Zukunft der Rasse am Herzen liegt. Außerdem ist es wichtig, unterschiedliche Meinungen zu respektieren und nie zu vergessen, dass Ausstellungen in erster Linie Freude bereiten sollten!

Am zweiten Tag widmeten wir uns der Sozialisierung. Die Hunde konnten sich endlich beschnuppern und kennenlernen – und haben sich gegenseitig nicht gefressen! Passend dazu folgte ein Vortrag über Hundeernährung. Danach lief das Camp wie am Schnürchen. Spiele wie „Die Schalen“, „Die Erdnuss“ oder „Blinde Kuh“ – Aktivitäten, bei denen die Kommunikation zwischen Hund und Mensch auf die Spitze getrieben wird. Es ist schwer zu beschreiben, man muss es einfach selbst erlebt haben.

Wie jedes Jahr gab es zum Abschluss eine Kostümparade, diesmal unter dem Motto „Superhelden“. Ich schlüpfte in die Rolle des Superschurken (äh, Superhelden) Gru, Denisa war Lucy Wilde, und unsere Bobtail-Mädels? Die haben wir als Minions verkleidet. Das kam so gut an, dass wir den Preis für das beste Kostüm gewonnen haben! Man muss aber sagen, dass auch die Batmans und die Paw-Patrol-Truppe klasse waren – schaut euch die Fotogalerie an.

Die Abende im Camp waren alles andere als langweilig. Jirka hat an zwei Abenden wunderschön am Lagerfeuer gespielt – es war im Grunde ein Privatkonzert, da die Aufmerksamkeit eher ihm als dem Feuer galt. Wir hatten auch einen nächtlichen Lauf mit den Hunden, und für uns „Nicht-Läufer“ gab es einen Kneipenquiz-Abend. Es war für jeden etwas dabei.

Zusammenfassend: Danke an alle für die schöne Woche, ich freue mich schon sehr auf das nächste Jahr!