Nach der EURO OES Show sind wir noch ein paar Tage in Blankenberge geblieben, um die Nordseeküste zu genießen. Es war genau die richtige Zeit, um vom Arbeitsalltag abzuschalten und einfach ein wenig Freizeit zu genießen. Den ganzen Montag nach der Show, als die anderen schon nach Hause fuhren, haben wir im Zimmer gefaulenzt – na ja, „gefaulenzt“ ist vielleicht übertrieben. Ich definitiv, aber Deny war mit der Bürste in der Hand damit beschäftigt, unsere Fellnasen fit für den Stadtverkehr zu machen. Am Abend haben wir dann die berühmte örtliche Seebrücke besucht und endlich das Meer gesehen! 😍
Unter diesem Beitrag findet ihr ein geschnittenes Video unserer gesamten fünftägigen Reise und eine umfangreiche Fotogalerie. Das Video ist chronologisch geordnet und mit klaren Übergängen versehen, sodass ihr alle besuchten Orte leicht finden könnt.
Lille
Die folgenden Tage standen ganz im Zeichen des Reisens. Wir starteten im benachbarten Frankreich 🇫🇷 und besuchten das malerische Lille. Wir waren absolut begeistert davon, wie dort der Hauptverkehr gelöst ist. Anstatt einer klassischen Betonautobahn führt eine zweispurige Straße (ich glaube, es war der Boulevard de la Liberté) durch die Stadt, die von Bäumen gesäumt ist und immer elegant unter die Erde abtaucht, sobald eine querende Straße kommt. Es ist wie eine kleine Achterbahn für Autos. Und da wir schon in Lille waren, musste ich als großer Radsportfan natürlich auch Roubaix besuchen.
Gent
In Gent war ich überrascht, dass man mit dem Auto fast bis ins Stadtzentrum fahren kann, wo es Tiefgaragen gibt. Sie sind weder überfüllt noch teuer. Wie ich dann feststellte, wird das in jeder größeren Stadt hier so gehandhabt. Gent, oft das „belgische Venedig“ genannt, ist wunderschön und ich kann einen Stopp dort definitiv empfehlen.
In einem Moment fingen die Kirchenglocken an, ein Glockenspiel zu spielen, und Deny sagte sofort: „Hörst du das? Erkennst du das nicht? Na? Das ist doch David Bowie!“ Ich tippte mir an die Stirn, dachte, es sei nur die Hitze und ein leichter Sonnenstich, und schenkte dem keine Beachtung. Aber als wir für einen Kaffee und eine belgische Leckerei anhielten, googelte ich es und stellte fest, dass sie tatsächlich Life on Mars? von David Bowie spielten. Und das passiert alle 15 Minuten! Zur vollen Stunde spielen sie die lokale Hymne „Boven Gent rijst“, zur Viertelstunde „Ne me quitte pas“ und zur halben Stunde „Ach Rosalie“. Diese Playlist läuft noch bis Ostern 2027.
Antwerpen
Diese schöne Hafenstadt frustriert Autofahrer manchmal mit langen Staus durch den Tunnel, der unter der Schifffahrtsstraße zum Hafen verläuft. Aber wenn ihr euch die Zeit nehmt, in das Stadtzentrum abzubiegen, werdet ihr wunderschöne kleine Gassen entdecken. Ein echtes Juwel ist die versteckte Gasse Vlaeykensgang. Hinter der geheimnisvollen Tür mit der Nummer 10 verbirgt sich eine absolute Oase der Ruhe. Einfach klasse, ein „Must-see“.
Damme
Nicht weit von unserem Hotel liegt die kleine Stadt Damme – ein Dorf, das Gemütlichkeit und ländliche Ruhe ausstrahlt. Man kann auf den Wegen rund um Damme spazieren gehen und auf weidende Nutztiere treffen. Es ist, als ob die Zeit hier stillsteht. Die Hektik der Stadt, Stress und moderne Gadgets sind so weit weg. Es tut einfach gut fürs Herz. Und wie Deny feststellte, muss Jean-Claude Van Damme hier geboren worden sein. Dank dieser Bemerkung fand ich heraus, dass er zwar Belgier war, aber aus Brüssel stammte.
Brügge
Von Damme nach Brügge ist es nur ein Katzensprung entlang des wunderschönen Kanaldamms. Wieder parkten wir im Zentrum, und diese bunten Häuser… eine Augenweide. Es ist schade, dass es so heiß war und mich ein Hitzschlag leicht außer Gefecht setzte; sonst hätten wir die lokale Atmosphäre noch mehr genossen. So sprangen wir in das klimatisierte Auto, fuhren durch die Stadt und genossen den Ausblick.
Blankenberge: Polder und Dünen
Zum Abschluss mussten wir noch den Strand genießen. Wisst ihr, warum man das Polder und Dünen nennt? Polder sind im Grunde Land, das die Einheimischen dem Meer buchstäblich „gestohlen“ haben, indem sie es entwässerten und mit Deichen umgaben (daher der berühmte Spruch, dass Gott die Welt erschuf, aber die Belgier und Niederländer ihre Länder selbst). Die Dünen hingegen sind natürliche Sandhügel, die als natürlicher Schutz für die Küste dienen. Wir haben sogar unsere Füße von der Nordsee bespritzen lassen, die erfrischende 14 Grad hatte. Zum Schwimmen war es also nichts, aber es war angenehm und ein schöner Abschluss für unseren Urlaub.

